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20.12.2019 09:15 Alter: 234 days

TAUBE DOLMETSCHERINNEN

Am Samstag, den 30. November 2019, fand am LZH ein Vortrag zum Thema "Taube DolmetscherInnen" statt. Doris Kirchsteiger und Christian Hofer - beide sind ausgebildete taube Dolmetscher - haben von ihrem Beruf "Taube Dolmetscher" erzählt.


Sie arbeiten als Dolmetscherinnen und Schriftstückübersetzerinnen. Beim Dolmetschen arbeiten sie im Team mit hörenden Gebärdensprachdolmetscherinnen zusammen. Der Vorteil dabei ist, dass die "Tauben Dolmetscherinnen" die ÖGS als Erstsprache haben und dadurch ein sehr feines und differenziertes Sprachgefühl für diese Sprache besitzen. In Kombination mit dem Fachwissen aus der Ausbildung können "Taube Dolmetscherinnen" die Gesprächsqualität im Team mit hörenden Dolmetscherinnen nochmals erhöhen.

Die zwei vortragenden Personen Doris und Christian aus Niederösterreich konnten in ihrem Vortrag viele Fragen beantworten: Wer sind sie? Was für eine Ausbildung haben sie? Wozu brauchen wir taube Dolmetscherinnen? Für welchen Einsatz sind sie wichtig? Welche Unterschiede gibt es zwischen tauben und hörenden Dolmetscherinnen? Wer ist die Zielgruppe?

Unser Ombudsmann Thomas Mayer, die Leiterin der Dolmetschzentrale, Monika Hans, sowie auch ca. 70 Teilnehmerinnen waren sich nach der Veranstaltung einig, dass es ein sehr informativer und gelungener Vortrag war.

Zum guten Gelingen haben auch zwei Gebärdensprachdolmetscherinnen, ein Gebärdensprachdolmetscher und zwei Schriftdolmetscherinnen beigetragen. Sie sorgten für den optimalen Informationsfluss und eine reibungslose Kommunikation zwischen allen Teilnehmerinnen - Hörenden wie Gehörlosen.

In der Pause und anschließend an den Vortrag wurde bei Getränken und Brötchen fleißig über das Thema diskutiert. Die Veranstaltung wurde auch dafür genutzt, sich untereinander auszutauschen und Bekanntschaften zu pflegen.

Herzlichen Dank an Thomas Mayer und Monika Hans für die Organisation, an Doris Kirchsteiger und Christian Hofer für den tollen Vortrag, an die Dolmetscherinnen und den Dolmetscher und natürlich an die zahlreichen interessierten Besucher, die zu uns ins LZH gekommen sind.

Wir sind schon gespannt, wie sich der Beruf "Taube DolmetscherInnen" in Vorarlberg etablieren wird. Eines ist schon einmal klar: Es wäre ein weiterer Schritt Richtung Chancengerechtigkeit und Barrierefreiheit.

Katja Gmeiner, BA
Abteilung Beratungsstelle